25 Jahre – Pressemeldung Saarbrücker Zeitung

Der Chor 98 feierte sein erstes Jubiläum mit vielen Pop-Oldies

OMMERSHEIM | Mit einem großen Konzert hat die Chorgemeinschaft 1860 Ommersheim das 25-jährige Bestehen ihres Chores 98 gefeiert. Das liest sich recht profan, war aber alles andere als das. Vor ausverkaufter Saarpfalz-Halle gab es nämlich ein über zweieinhalb Stunden dauerndes Programm mit rund 30 Liedern.

Eigentlich sei die Gründung der Sängergruppierung vor einem Vierteljahrhundert nur ein Versuch gewesen, der drohenden Überalterung des Gemischten Chores entgegenzuwirken, rief die Vorsitzende Anne Wannemacher in Erinnerung. Doch daraus wurde ein Selbstläufer, von dem selbst die Initiatoren überrascht waren. Einen großen Anteil hat auch heute noch Friedel Hary. Er ist von Beginn an Leiter des 53 Mitglieder zählenden Chores und arrangiert einen Großteil der Titel selbst. Das Konzert hatte man unter den Titel „Good Vibrations“ gestellt. Diese „guten Schwingungen“ übertrugen sich schnell auf das Publikum. Ein Grund dafür könnte sein, dass man das Programm in drei Blöcke eingeteilt hatte und jeder davon einen eigenen Moderator hatte. Markus Wenzel, Niki Berger und Werner Schwarz hatten diese Aufgabe übernommen. Das sorgte für Kurzweil.

„Solang man Träume noch leben kann“ (Münchener Freiheit) brachte dann gleich einen gewissen Wiedererkennungswert. So hatte man das Publikum schnell in seinem Bann. Mit dazu beigetragen hatten auch die drei Happy-House-Musiker Michael Mischo (Bass), Rolf Latz (Gitarre) und Thorsten Wagner (Schlagzeug) sowie Friedel Hary (Keyboard). Dazu gehörte auch der 70er-Jahre-Klassiker „Halleluja“ (Milk & Honey), der schnell für ein Mitnicken bei den Zuschauern sorgte. Auch „Hinterm Horizont“ (Udo Lindenberg) hatte die Sänger inspiriert, was schnell für den ersten Gänsehaut-Faktor des Abends sorgte. Von Lindenberg stammte auch „Kompass“, der nicht ganz so populär ist, aber genauso gut ankam.

„Wir entführen Sie jetzt in die Flowerpower-Zeit“, kündigte Markus Wenzel den nächsten Block an. Hier, und vor allem bei „Let’s go to San Francisco“ (The Flower Pot Men), war eine ganz besondere Sangesfreude spürbar. „It’s my life“ (Bon Jovi) tanzte da positiv aus der Reihe, weil es ungewöhnlich für einen Chor ist, aber dennoch passte. Titel der Gruppe Abba sind immer ein Stimmungsgarant. Bei „Money, Money“ war sogar ein Mitsummen, bei „S.O.S.“ gar ein Mitwippen im Saal zu erkennen. Bei „I have a dream“ sangen die Besucher, bunte Knicklichter schwenkend, mit. Der Publikumsgesang setzte sich auch bei „Oblida oblada“ (The Beatles) später fort. Es war nicht der einzige Titel der „Pilzköpfe“, der Erinnerungen an längst vergangene Zeiten zurückbrachte. Auch Friedel Hary ließ sich bei „Barbara Ann“ (The Beach Boys) mitreißen, verließ seinen Platz, um den Chor noch mehr anzufeuern. Auch „California Girls“ brachte den typischen Beach-Boys-Sound nach Ommersheim. Sänger Frank Berger, der bei „Fun fun fun“ seinen Solo-Auftritt hatte, pushte gekonnt die Stimmung hoch.

Bei aller Fröhlichkeit wolle man dennoch ein Zeichen für den Frieden setzen, meinte Elisabeth Vogelgesang, als sie die Zugabe „Wir ziehen in den Frieden“ (Udo Lindenberg) ankündigte. Dazu standen alle auf. Das Konzert wird im Frühjahr in Oberwürzbach wiederholt.